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Was ist das stadt.labor?
Das stadt.labor ist eine öffentliche Plattform bzw. Arena, in der Fragen zur Stadtentwicklung im Zeitalter der Globalisierung kritisch analysiert und «von unten» - d.h. aus der Perspektive der betroffenen Bevölkerungsgruppen und nicht aus jener der politischen und wirtschaftlichen Mächtigen - debattiert werden können. Die Idee des stadt.labors entstand im Rahmen einer Nachbearbeitung der wohnpolitischen Veranstaltungsreihe «Città Chiusa - wer kann sich Zürich noch leisten?», die von der Roten Fabrik durchgeführt wurde. Einige fachkundige Personen fanden sich zusammen um eine Plattform für kritische Stadtentwicklungspolitik zu schaffen. Unser Ziel war und ist es dabei, politisch seriös und gleichzeitig unterhaltsam provokativ Themen und Probleme aufs Tapet zu bringen. Wir wollen uns und die Bevölkerung für die laufenden Prozesse und mögliche Alternativen der Stadtentwicklung sensibilisieren und uns politisch handlungsfähiger machen. Insbesondere wollen wir die lokale und die internationale Perspektive miteinander verbinden. Mit Filmen, Podiumsgesprächen, Aktionshappenings, Quartierrundgängen und anderen kulturellen Formen versuchen wir, global-lokale Stadtentwicklung nicht nur für den Kopf, sondern auch für den ganzen Körper fassbar zu machen.
Von November 2003 bis November 2004 führten wir 28 Veranstaltungen im Bogen 13 des Wipkinger Viaduktes durch: Debatten über das Autobahnprojekt Ypsilon gehörten ebenso zum stadt.labor wie die Sprengung eines Modells der Hardbrücke, Diskussionen und Filme über alternative Wohn- und Arbeitsformen oder die gelungene Lancierung der Kampagne gegen den Wegweisungsartikel. Das stadt.labor arbeitet mit anderen ähnlich gesinnten Gruppen und Personen zusammen und trägt damit zur Vernetzung unter ihnen bei.
Als offene Plattform ist das stadt.labor auf Ihre und Eure Mitarbeit angewiesen. Alle interessierten, kreativen Köpfe, Hände, Füsse und Kehlen sind herzlich eingeladen, in unserem Labor mitzuwirken. Zürich, Februar 2005
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STADT.LABOR-BROSCHÜRE:
Im März 2005 hat das stadt.labor erstmals eine 20-seitige Broschüre im A5-Format veröffentlicht, die innert kürzester Zeit vergriffen war. Diejenigen, welche keine Exemplar mehr erhalten haben, können die Broschüre hier als PDF herunterladen:
Broschüre: 815kb-Version
Broschüre: 16MB-Version
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URSPRÜNGLICHES KONZEPT VOM NOVEMBER 2003
1. Ausgangslage
Stadtentwicklungsfragen gehören zu den immer wieder kritisch geführten Debatten. Zu Zeiten der Hochkonjunktur jedoch wird gebaut, umgesetzt was umzusetzen ist. Kritische Zwischentöne werden erst dann gehört und von den Medien aufgenommen, wenn sichtlich falsche Wege eingeschlagen wurden oder das Ausmass der Fehlkonzeptionen offensichtlich wird und die Marktlogik als Argument nicht mehr zu überzeugen vermag.
Fragen zur Zukunft der Städte, zur Stadtpolitik und zu deren Entscheidungs- und Planungsinstrumente werden nie versiegen. Es gilt die Fragen immer wieder neu zu stellen und die sich immer wandelnden Rahmenbedingungen neu zu interpretieren. Heute gilt es die verschiedenen Themen, die den Begriff Stadt umkreisen, vermehrt aus den fachkundigen Kreisen an die Öffentlichkeit zu tragen. Diese Idee entstand im Rahmen der Debatte um die Zürcher Wohnbaupolitik, die im Herbst 2003 während der Veranstaltungsreihe «Città Chiusa - wer kann sich Zürich noch leisten?» geführt wurde. Einige fachkundige Personen fanden sich zusammen um dieser Notwendigkeit eine Plattform zu schaffen. Diese öffentliche Plattform soll zu einer Werkstatt, zum einem Labor werden, dem «stadt.labor».
2. Durchführung:
Platz fand die Idee des stadt.labors im Veranstaltungskonzept des Bogen 13, im Wipkinger Viadukt. Ein symbolischer Ort für die Widersprüchlichkeit der betrieben Stadtentwicklung im Kreis 5. Ende September 2003 öffnet der Bogen 13 und bleibt bis Januar 2005 bestehen. Das stadt.labor öffnet vom November 2003 bis Ende 2004, wobei es in dieser Zeitspanne für drei Monate pausiert.
Das stadt.labor ist jeweils am Dienstag geöffnet; an zwei bis vier Abenden pro Monat finden inhaltliche Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen der Stadt statt (Referate, Streitgespräche, Podien, Filmvorführungen oder Fachdiskussionen). Zum einen organisiert eine Kerngruppe Veranstaltungen. Zum anderen bietet das stadt.labor eine Art offene Plattform: stadt- und wohnpolitischen Organisationen können im Bogen 13 Veranstaltungen durchführen und von der vorhandenen Struktur profitieren. Somit kann eine breitere Vielfalt von Themen behandelt werden und gleichzeitig wird die Kerngruppe entlastet.
3. Ziele und Inhalte
Das stadt.labor will einerseits eine öffentliche Arena sein, in welcher die Entwicklung der Stadt im Zeitalter der Globalisierung kritisch analysiert werden soll. Welche Konzepte von Stadtentwicklung waren in der Vergangenheit relevant und wirkungsmächtig? Welche Ideen vertreten die wissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kreise heute und welche Auswirkungen hat die Realisierung dieser Ideen auf die betroffene Stadtbevölkerung? Ziel ist es eigene Vorstellungen zur Zukunft unserer Städte zu gewinnen. In Anbetracht der einseitige marktorientierten Stadtpolitik der letzten Jahre besteht die Notwendigkeit und das Bedürfnis sich wieder vermehrt öffentlich in die Politik der Stadtentwicklung einzubringen.
Neben dieser Analyse hat das stadt.labor andererseits auch eine praktisch-politische Zielsetzung: Es geht darum, konkrete stadt-, wohn- und verkehrspolitische Sachfragen aufzugreifen, eine kritische Position zu erarbeiten und Einfluss auf die Willensbildung und Entscheidungsfindung der Stadtbevölkerung Zürichs auszuüben. Ein Beispiel dafür ist die Diskussion um die Neulancierung des Nationalstrassenprojekts «Ypsilon», das die grossen Verkehrsströme in die Stadt leiten und die Lebensqualität Zehntausender ZürcherInnen massiv verschlechtern würde.
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Webmaster: alles@stadtlabor.ch
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