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Enttäuscht, aber nicht überrascht
Mit Enttäuschung, aber ohne Überraschung hat das Referendumskomitee gegen den «Stadtraum HB» vom Ausgang der Abstimmung Kenntnis genommen.
Die Abstimmung zu gewinnen, war für das ohne breiten parteipolitischen Rückhalt operierende Referendumskomitee von Anfang an ein fast unmögliches Unterfangen. Dass rund ein Drittel der Stimmenden der Nein-Empfehlung folgten, darf als bescheidener Achtungserfolg für das engagiert und mit Phantasie kämpfende Komitee verbucht werden.
Das Komitee wird die nächsten planerischen Schritte aufmerksam und kritisch verfolgen, namentlich die in nächster Zeit veröffentlichten Ergebnisse des Wettbewerbs über die Umnutzung des Sihlpost-Areals. Dort wird sich zeigen, was von der behördlichen Zusicherung, es würden nur bei besonders geglückter architektonischer Gestaltung Hochhäuser bewilligt, zu halten ist.
Das Komitee ist im übrigen der Ansicht, dass der Gestaltungsplan erhebliche baurechtliche Mängel aufweist. Es wird im Hinblick auf die anstehende Ausschreibung für baurechtliche Einsprachen sorgfältig prüfen, ob entsprechende Rechtsmittel ergriffen werden sollen.
Auch nach dem Abstimmungsergebnis ist das Komitee der Ansicht, dass die öffentliche politische Debatte über die bauliche Entwicklung unserer Stadt, die in den letzten Jahren der Ära Ledergerber/Martelli praktisch zum Erliegen gekommen ist, dringend nötig ist. Zu viele Planungen sind in den letzten Jahren im stillen Kämmerchen von Insidern für Insider entwickelt worden.
Der trojanische Esel wird zum Symbol der GegnerInnen vom Stadtraum HB - hier die Eseltaufe in der Limmat
Komitee Stadtraum HB vors Volk, 24.9.2006
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