Stadt und Wohnen
  Aktuell
  Alternativen
  Dossiers
  Videos

 

 

 

 

 

STADT-WOHNEN
ist ein Portal für kritische wohn- und stadtpolitische Debatten. Die Seite gibt Alternativen und Hinter- gründe zu Wohnungsnot, Mietzinsproblematik und Stadtentwicklung. Im Archiv findet sich eine breite Palette von Texten und Analysen zum Thema.

 


KONTAKT:
stadt.labor
Postfach 2465
8026 Zürich
PC 87-727882-5
alles@stadtlabor.ch


 


 


Kritik am neuen Stadion noch nicht vom Tisch

Zürich. Das neue Fussballstadion im Hardturm ist ein grosses Stück weiter. Die Stadt hat sich mit den Architekten und der Credit Suisse über die noch offenen Fragen zum Projekt geeinigt. AnwohnerInnen stellen das Modell aber nach wie vor in Frage. Ein Ausschnitt aus einem Artikel im Tages Anzeiger vom 29.11.2002.
Nicht alle sind begeistert über das Stadionprojekt. Sorgen bereitet vor allem der Verkehr.
Sie sei nicht gegen das Stadion an sich, sagt Katharina Prelicz-Huber, «aber es muss nicht das Grösste und Tollste werden, wie es der Stadtpräsident so euphorisch verkündet». Die Gemeinderätin der Grünen, die als Bewohnerin der Siedlung Bernoulli direkt vom Projekt tangiert ist, sieht das Hauptproblem im zusätzlichen Verkehr. Sie ist deshalb gegen das vorgesehene Einkaufszentrum, zumal mit «Puls 5» bereits eines im Bau sei. Ihre Kritik trifft das Projekt im Kern: Kein Einkaufszentrum, keine Mantelnutzung - und damit kein Stadion, wie es die Credit Suisse und der Stadtrat planen.
Prelicz fordert deshalb, dass die Stadt Geld in die Hand nimmt und das Stadion alleine baut. Die öffentliche Hand mache das ja auch im Letzigrund, wo keine Mantelnutzung vorgesehen sei, weil der Stadtrat der Ansicht sei, das Quartier ertrage nicht mehr Verkehr. «Aber uns kann man das zumuten.» Mühe bereitet ihr auch der Umstand, dass bei der kooperativen Planung in Zürich-West die Bevölkerung und «kleine Grundbesitzer» nicht einbezogen wurden, sondern nur die Grossgrundbesitzer und die Verwaltung. Sie hofft, dass die Stadt nun mehr Gesprächsbereitschaft zeigt.
Auch Gabi Petri vom VCS kritisiert das Projekt. Für sie stellt das Fahrtenmodell, mit dem die Stadt die Zufahrten steuern will, noch keine Garantie dafür dar, dass der Verkehr für die Wohnbevölkerung verträglich ist. Ein Knackpunkt sei auch der öffentliche Verkehr, der ein wesentlicher Bestandteil von Grossprojekten sei. Doch in Zürich-West seien die Massnahmen noch nicht rechtlich und finanziell gesichert. «Es kommt mir vor, als ob man ein Hochhaus baut, ohne einen Lift zu haben.»
Koni Loepfe, Präsident der städtischen SP, hat Mühe mit der heftigen Opposition aus dem Quartier. «Ob die Verkehrsprobleme so gelöst werden, das sehen wir dann, aber es ist zumindest ein Ansatz.» Nachdenklich stimme ihn, dass es unendlich viele Rekursmöglichkeiten gebe - «und dass diese bestimmt auch benutzt werden».


Mehr Details auf
http://www.stadion-zuerich.ch/gestaltungsplan2002/


 

 

Webmaster: alles@stadtlabor.ch