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STADT-WOHNEN
ist ein Portal für kritische wohn- und stadtpolitische Debatten. Die Seite gibt Alternativen und Hinter- gründe zu Wohnungsnot, Mietzinsproblematik und Stadtentwicklung. Im Archiv findet sich eine breite Palette von Texten und Analysen zum Thema.

 


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Fussball statt Shopping


Neues Komitee gegen Stadion
Anfang Januar wurde das Komitee «Fussball statt Shopping» gegründet, welches sich «für ein wohnliches Quartier auf den Trainingsplätzen Hardturm und ein Fussballstadion ohne überrissene Mantelnutzung» einsetzt. Ziel des Komitees ist es, stadtplanerisch interessierte Gruppierungen, die gegen das Shoppingcenter im Stadion sind, unter einen Hut zu bringen und für Aktionen vor allem im Vorfeld der Stadionabstimmung gerüstet zu sein. Mitglieder sind bereits die AGQ, Arbeitsgruppe Quartier im Kraftwerk1, die IGH, Interessengemeinschaft Hardturmquartier, Grüne Kreise 4 und 5 und diverse BewohnerInnen von Zürich West.





Thesen der IG Hardturmquartier zur Quartierentwicklung in Zürich West
1. Kein Shopping-Center im neuen Stadion, was wir benötigen, ist der Ausbau der Quartier-Infrastrukur: Dem Quartier fehlt es nicht an Einkaufszentren, sondern an der Grund-Infrastruktur wie Post, Apotheke, Kindergärten, Spielplätze und Parks, Primarschule, Gemeinschafts- oder Jugendräume. Auch ein durchgehendes und sicheres Fuss- und Velowegnetz fehlt.

2. Chancen für nachhaltige Quartierentwicklung nutzen: Das Quartier soll gemäss modernen Erkenntnissen einer nachhaltigen Entwicklung ausgebaut werden. Für ein funktionierendes Quartier braucht es eine gute Durchmischung von Gewerbe, Dienstleistungen und Wohnen mit einem Wohnanteil von mind. 40-50%, sowie genügend öffentliche Grünräume und Plätze. Gemäss städtischen Richtlinien bedeutet dies mindestens 4-5 weitere Parks zusätzlich zum Turbinenplatz.

3. Bestehende Siedlungen integrieren: Die Quartierentwicklung soll auf die bestehenden Siedlungen Rücksicht nehmen und diese in angemessener Art integrieren (Bernoulli Häuser, Förrlibuck-Häuser, A-porta-Siedlung etc.).

4. Griffige Massnahmen gegen den zunehmenden Verkehr. Dazu gehören: Tempo-30-Zonen, Aufwertung und bessere Verbindungen zum Bhf. Hardbrücke, Ausweitung des Nachtfahrverbotes in der Hardturmstrasse, Ausbau des öffentlichen Verkehrs , zusätzliche und verbesserte Übergänge für Schulkinder, Anpassung der Ampelführung und ein Lastwagenfahrverbot in der Hardturmstrasse. Zudem wünschen sich die Anwohnenden autofreie Tage beispielsweise an 12 Wochenenden pro Jahr.

 

 

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