Vorläufige Rettung für Elsi
Basel. Die BewohnerInnen der seit Jahren durch Abriss bedrohten Häuser an der Elsässerstrasse in Basel haben vorübergehend Verträge bis März 2004 - Grund zur Euphorie gibts gleichwohl nicht.
Die seit über einem Jahr vom Abbruch bedrohten Häuser an der Elsässerstrasse 5 bis 11a in Basel sind vorläufig gerettet. Mit der Besetzung des Elsi-Hinterhofs Anfang Juli erzwangen die MieterInnen neue Verhandlungen mit der Stiftung Habitat, welche die Häuser abbrechen will. Am 26. September unterzeichneten die BewohnerInnen der Elsie dann neue Verträge, und das Überbauungsprojekt der Stiftung Habitat muss nun mindestens bis Ende März 2004 warten. Doch glücklich sind die MieterInnen der Elsie nicht: Die Unterzeichnung sei von Seiten der Stiftung erpresst worden. «Wenn wir die neuen Verträge und die Grundsatzvereinbarung nicht unterschrieben hätten, wären uns sofort die alten Verträge gekündigt worden», erklären die Betroffenen. In den neuen Verträgen ist festgehalten, dass die Elsie-BewohnerInnen auf jegliche juristische Mittel verzichten, die das Mietrecht normalerweise allen MieterInnen zusichert. Von Verträgen, die im «gemeinschaftlichen Interesse» abgeschlossen wurden, wie Habitat weismachen will, kann keine Rede sein.
|